Wertstoffe zu deponieren ist ökologisch und ökonomisch nicht sinnvoll. Dies gilt auch für die Verbrennungsrückstände, die in einer Kehrichtverwertung anfallen.

Stiftung «Zentrum für nachhaltige Abfall- und Ressourcennutzung» ZAR ist die zukunftsweisende Ergänzung zum System bestehender (Separat-) Sammlungen der schweizerischen Abfallwirtschaft und leistet als nationales Entwicklungszentrum wegweisende Praxisbeiträge.

Erklärtes Ziel der Arbeiten ist die Entwicklung optimaler Nutzungs- und Verwertungswege von Verbrennungsrückständen wie beispielsweise Schlacke, Filterasche und Klärschlammasche. Die Rückgewinnung von Wertstoffen muss heutzutage einer Deponierung vorgezogen werden. Die dazu eigens durchgeführten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sollen den derzeitigen Stand der Technik vorantreiben und innovative Konzepte hervorbringen. Grosstechnische Umsetzungen dieser Arbeiten werden aktiv durch den ZAR begleitet.

Die thermische Abfallverwertung ist ein integrierter Bestandteil der schweizerischen Ressourcenpolitik. Sie nutzt das Energie- und Stoffpotential der eingesetzten Stoffe optimal aus. Im Leitbild für die schweizerische Abfallwirtschaft des damaligen Bundesamtes für Umweltschutz, welches bereits im Juni 1986 veröffentlicht wurde, wurde festgehalten, dass Entsorgungssysteme aus Abfällen nur zwei Arten von Stoffklassen produzieren: verwertbare Stoffe und endlagerfähige Reststoffe.

Die Stiftung ZAR arbeitet an zwei Standorten mit den folgenden Schwerpunkten: 

KEZO, Kehrrichtverwertung Zürcher Oberland, Hinwil (ZH)

Entwicklung des trockenen Schlackenaustrags und die nachfolgende physikalisch-mechanische Rückgewinnung von Metallen daraus.

Derzeit wird dort eine zentrale Schlackenaufbereitung für die KVAs des Kantons Zürich gebaut (ZAV Recycling AG). Die Inbetriebnahme dieser Anlage ist für 2015/2016 geplant.

KEBAG AG, Zuchwil (SO)

Entwicklung von (nass-)chemischen Verfahren zur Rückgewinnung von Wertstoffen und der Schadstoffreduktion von Verbrennungsrückständen so dass aus Abfällen nur noch Produkte und harmlose endlagerfähige Rückstände entstehen sollen.